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marlay's Tagebuch    


2016 52016 7   Juni 2016  
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Eintrag von marlay am 29.6.2016

''Wie?''


Wie beschreibt man die Trauer, die man in diesem Moment spürt, wenn man sie nicht definieren kann?
Wie helfe ich mir aus dieser Situation wieder raus, wenn ich nicht einmal weiß, was mich bedrückt.
Wie kann ich mir helfen und womit soll ich beginnen?

Es ist besser zu schweigen, statt zu reden. Worte bringen einem immer nur Unheil ins Leben und doch wären Worte in solchen Momente eigentlich hilfreich, um sich zu befreien.
Kann ich mich denn aus etwas befreien, wenn ich dessen Grund für diese Gefangenschaft nicht kenne?

Wie beseitigt man Einsamkeit? Wie kann ich mich in meinem kleinen Bett nicht mehr einsam fühlen? Durch ewiges Filme gucken und Ablenkung durch Freunde?
Wird dies nicht allmählich zur Routine, ja so ist es.

Wie kann ich nicht über meine jetzige Lage unzufrieden sein? Trauer, Missachtung, Schmerz
Es sind viele Dinge, die mich zu diesem jetzigen Zeitpunkt plagen und doch fühle ich mich so, als könne ich mit niemanden über meine Trauer sprechen.
Manchmal habe ich einen Drang nach einem Psychologen. Wenigstens jemand, der sich wirklich darum bemüht, dass es einem wieder besser geht. Der, der ein offenes Ohr für mich hat und nicht direkt mit seinen eigenen Erfahrungen kommt, wenn man mal von der eigenen Lebensgeschichte spricht.

Ich kann Leute nicht verstehen, die direkt über sich selbst sprechen, sobald man ein Problem schildert. Kommentare wie ''Ja das kenne ich nur zu gut, weil...'' ''Ich hatte da auch mal was... damals...'' kann ich überhaupt nicht ausstehen. Jeder Mensch wurde anders geboren, jeder Mensch besitzt ein anderes Profil, also kann dich dieser Mensch auch nicht so gut verstehen, wie man sich selbst nur verstehen kann.
Niemand kann sagen ''ja das kenne ich zu gut.'' Wie denn, wenn dieser Mensch nicht den exakten Weg wie man selbst gegangen ist? Es gibt kein ''JA DAS KENNE ICH ZU GUT''
Sowas gibt es nicht, ich hasse es

Außerdem - Jede Trauer wird durch jeden einzelnen Menschen anders definiert. Jeder spürte sie anders. Deswegen ist es umso trauriger, dass man sie mit niemanden teilen kann.

Ich glaube, ich sollte wohl weniger nachdenken und weiter leben, statt in meiner Trauer zu versinken. Jetzt wo ich mein Abitur erreicht habe, sollte ich mich eigentlich sehr glücklich schätzen.
Doch siehe da, da verbirgt sich das Wort ''eigentlich'' in meinem Satz.

Naja, vielleicht wird es mir irgendwann in ferner Zukunft besser gehen.


Kommentare


Von hope85 am 29.06.2016 - 17:50 Uhr
Hallo,
ich finde die Idee mit dem Psychologen gar nicht so schlecht. Und damit meine ich nicht, dass du ihn zwingend nötig hast, sondern dass es dir vielleicht wirklich helfen könnte mit einer unbeteiligten dritten Person zu sprechen, die alles neutral sieht. Jeder kann nur auf eigene Erfahrungen zurückgreifen und damit dir versuchen zu helfen. Dass Sätze wie "Das kenne ich" dabei auftauchen, finde ich eigentlich auch ganz normal. Hmm...

Kannst du für dich selbst denn ungefähr einordnen, warum du dich so fühlst? Oder spürst du nur diese Trauer/Unzufriedenheit und weißt eigentlich gar nicht so richtig, wo sie herkommt?
Ich wünsche dir, dass du bald Antworten findest und dass es dir besser geht.

LG Hope

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damian
Guten Morgen, Digis, ich möchte Euch auf...

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